Kunstvoll verbunden 2026

RAUM 1

Andrea Levai arbeitet seit einigen Jahren in der Kunstgruppe der Heilpädagogischen Förderung/Hanauerland Werkstätten der Diakonie Kork.

Besonders ausdauernd und mit viel Hingabe arbeitet sie täglich an neuen Projekten. Sie beschäftigt sich gerne mit Materialien wie Ton, Papier, Kleister und Acrylfarbe. Sehr gerne arbeitet sie mit den Händen, ohne Hilfsmittel wie Pinsel oder Spachtel, was ihren Bildern diesen unverwechselbaren Farbverlauf verleiht.

In Raum 1 sehen sie charakteristische Farbrraumbilder, die entweder aus der Schichtung von Farbmassen selbst entstehen oder eine strukturierte Papiermasse zur Grundlage haben, die nachträglich koloriert wird.

In Raum 4 sehen Sie neben den Spiralbildern von Nicole Preute auch Pappmaschee Bilder von Frau Levai.

Raum 2

Klaus Häfner wurde viele Jahre in der Kunstgruppe der Heilpädagogischen Förderung/Hanauerland Werkstätten der Diakonie Kork, begleitet. Da er sich nicht verbal mitteilen kann und Kommunikation mit seinem Gegenüber nur über Mimik und Gestik möglich ist, entdeckte er in der Kunst eine neue Ausdrucksform.

Inzwischen besucht er eine Seniorengruppe und ist in der Kunst nicht mehr aktiv.

Sein künstlerischer Weg war jedoch alles andere als gradlinig. Lange Zeit blieb sein Talent unentdeckt, erst als er die Möglichkeit bekam in einer Kunsttherapiestunde zu zeigen, wie er sich mit viel Energie und Freude über das Malen ausdrücken konnte, kam ein Wendepunkt in seinem Leben. Seine Arbeiten wurden auf Ausstellungen gezeigt und erhielten viel Lob und Anerkennung. Besucher waren beeindruckt von der spürbaren Energie, die in seinen Bildern zu sehen war und ist.

Seine Stärke lag schon immer darin, mit viel Kraft und Schwung die Farben aufs Papier zu bringen. In jungen Jahren arbeitete er gerne mit Walze und Acrylfarbe, welche er mit viel körperlichem Einsatz auf das Papier brachte – dynamisch, impulsiv und voller Ausdruck. Später griff er häufiger zu Stiften und Pastellkreide, aber auch hier blieb seine unverwechselbare und schwungvolle Handschrift erkennbar.

RAUM 3 und RAUM 4

Nicole Preute wird seit einigen Jahren in der Kunstgruppe der Heilpädagogischen Förderung/Hanauerland Werkstätten der Diakonie Kork, begleitet.

Dieses Angebot bietet ihr eine Möglichkeit, worüber sie Stimmungen ohne verbale Sprache ausdrücken kann. In der Kunst hat sie ihre eigene Ausdrucksform gefunden.

Wenn sie malt, findet sie Ruhe und Sicherheit. Der Stift in ihrer Hand gibt ihr Halt, ihre Gedanken werden klarer, die Welt um sie herum leiser.

Besonders Kreise sind für sie wichtig. Immer wieder tauchen sie in ihren Bildern auf – als geschlossene Formen oder als solche, die nie zu enden scheinen. Sie sind Anfang und Ende zugleich, Bewegung ohne Bruch. Ihre Werke sind geprägt von organischen Formen. Nichts ist starr oder streng geometrisch; alles scheint zu wachsen, zu fließen, sich natürlich zu entwickeln.

Am liebsten arbeitet Frau Preute mit Stiften, gerne auch mit Kugelschreiber. Im Laufe der Zeit hat sie aber ihre künstlerischen Fähigkeiten erweitert: Gemeinsam mit Assistenten experimentiert sie mit Pinsel, Acrylfarben und neuen Techniken.

Doch egal, womit sie arbeitet – im Malen findet sie ihren sicheren Raum. Auf diesem Hintergrund der Sicherheit, hat sie es in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft, den gewohnten Rahmen zu verlassen und Neues zu wagen.

RAUM 5

Simone Burr ist als Künstlerin fest in der Kunstgruppe der Heilpädagogischen Förderung/Hanauerland Werkstätten der Diakonie Kork, verankert.

Mit ihrem ganz eigenen, ausdrucksstarken Stil verleiht sie ihren Werken eine besondere Note. Ihre Kunst entsteht in einem fantasievollen Prozess, bei dem sie ihre persönlichen Vorstellungen und Ideen kreativ umsetzt.

Frau Burr hat im Laufe der Jahre einen ganz eigenen Stil entwickelt, der ihre Arbeiten unverwechselbar macht. Ihre ausdrucksstarken Zeichnungen entstehen vor allem mit Stiften und in kräftigen, bunten Farben. In ihnen verarbeitet sie persönliche Geschichten, Gedanken und Erlebnisse, die sie auf kreative Weise sichtbar macht.

Auch Arbeiten, welche mit Kohlestift entstanden und anschließend mit einer zarten Lasur aus Pflanzenöl veredelt wurden, sind hier zu entdecken.

Neben ihren detailreichen Zeichnungen entstehen auch abstrakte Werke mit Acryl. In diesen Abstraktionen experimentiert sie mit Formen, Farben und Strukturen und eröffnet dem Betrachter neue Perspektiven. Sie verbindet Persönlichkeit mit künstlerischer Freiheit und schafft Werke, die berühren und inspirieren.

RAUM 6 und RAUM 7

Florian Weiß, Karin Schwarz, Uta Baron, Marc Fleischmann, Loic Lingenfelder, Wolfgang Reinbold, Kemal Özkan

Diese Künstler*innen besuchen das wöchentliche Angebot der Kunstwerkstatt der Hanauerland Werkstätten/Diakonie Kork seit vielen Jahren. Hier finden sie einen Rahmen, indem sie sich frei nach ihren Interessen und Stärken, künstlerisch ausdrücken können.

So unterschiedlich wie die Teilnehmer*innen sind, so unterschiedlich sind auch die Werke die entstehen. Jede(r) wird in Begleitung eines persönlichen Assistenten zum/zur Künstler*in mit ganz eigenen Stärken und einem eigenen Stil. Am Anfang steht der Mut, sich auf den künstlerischen Prozess einzulassen, zu vertrauen und zu experimentieren.

Der Weg und das Tun stehen bei unseren Angeboten immer im Vordergrund. Aber dieser Weg bringt immer wieder ganz besondere Ergebnisse mit sich, welche den Betrachter in eine andere, ihm vielleicht fremde Welt mitnimmt.

Die Bilder laden zum überlegen, staunen oder auch träumen ein und zeigen, dass es in der Kunst keine Grenzen zwischen den Menschen gibt. Das „Andersein“ wird von der Ausgrenzung zur Stärke und schafft eine ganz besondere und inklusive Sichtweise.

RAUM 8

„Arbeit bewegt was!“ heißt das Kunstprojekt der Hanauerland Werkstätten im Werk II in Kehl unter Anleitung des Baden-Badener Künstlers Roland Frechen.

Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler fangen durch Fotos und Malerei das ein, was sie empfinden, wenn sie ihrer Beschäftigung nachgehen – immer verbunden mit dem Motiv der Bewegung, die eine positive Veränderung bewirkt.

Die Werke zeugen von Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Stolz.

In der Ausstellung „Kunstvoll verbunden – Gemeinsam in Farbe“ zeigen wir „Lichtmalen“ und „Bälle“.

Folgende Künstlerinnen und Künstler aus den Hanauerland Werkstätten waren hierbei beteiligt:

Sabrina Gräff, Nicole Uhl, Oghuzan Macit, Jürgen Veidt und Manuel Helm

Im Projekt wurden außerdem bisher noch verschiedene Fotospaziergänge, die jeweils ein anderes Motto hatten, unternommen. Außerdem sind Werke zu den Themen „Architektur“ und „Materialwirtschaft“ entstanden.

Die im Projekt „Arbeit bewegt was!“ geschaffenen Kunstwerke werden dauerhaft in den Räumlichkeiten von Werk II ausgestellt.